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Freitag, 30. Oktober 2009

Recklinghäuser Optimismus

Ein heißes Gefecht steht am Sonnabend ab 14 Uhr auf dem Sportplatz Kieler Straße bevor, wenn die Frankfurt Red Cocks die Recklinghausen Chargers empfangen . Schließlich geht es im Relegations-Rückspiel um den Ausfteig in die 2. Bundesliga.

Überaus optimistisch gehen die American Footballer der Recklinghausen Chargers in das Relegationsrückspiel bei den Frankfurt Red Cocks Mit einem 20:6-Erfolg aus dem Hinspiel im Rücken sollte der Vorsprung der Chargers eigentlich für den Aufstieg in die 2. Liga ausreichen. Das meint zumindest Cheftrainer Heiko Czarnotta: "So einen Vorsprung kann man verteidigen."

Auf dem bereits Erreichten wollen sich die Recklinghäuser allerdings keineswegs ausruhen. Schließlich seien die Frankfurter "ein sehr kompaktes und eingespieltes Team." Zu den Pluspunkten des Gegners zählt Czarnotta auch Trainer Andreas Reichel. "Er ist seit Jahrzehnten auch Trainer von Auswahlteams. Seine Mannschaft wird er gut einstellen und ihr sein reiches Wissen vermitteln."

Sehr zufrieden äußerte sich der Headcoach der Chargers über den Leistungsstand seines Teams. "Quarterback Charles Lacy ist super drauf, Dustin Elliot gut in Form und Johannes Samson wieder fit. Deshalb gehen wir optimistisch ins Spiel. Wir brauchen eine stabile Offense-Line. Im Hinspiel hatten wir mit dem Druck der Frankfurter Defensive Probleme. Da musste Charles Lacy öfter einen langen Schuh machen."

Eigens für das Rückspiel wird vom Chargers-Fanclub "Burgundy Heat" eine Fan-Tour nach Frankfurt organisiert. Eine Aktion, die Czarnotta in dieser Form lange nicht mehr erlebt hat. "Das ist jetzt erst das zweite Mal, dass wir so einen große Fanreise machen. Das erste Mal war 1986 zum Entscheidungsspiel in Hannover."

Übrigens werden die Chargers bereits am Freitag in Frankfurt vorstellig werden. "Das machen wir bewusst nicht genau so wie die Red Cocks, die erst um zwei Uhr in der Nacht losgefahren sind und dadurch auch wie gerädert auf dem Platz standen", wertet Czarnotta dies als klugen Schachzug. Die Zeichen für einen Aufstieg stehen auf jeden Fall so günstig wie nie. Entscheidend ist dabei der Zeitpunkt. Denn in der nächsten Saison wird es einen neuen Modus geben, "Wahrscheinlich werden nur die drei Ersten um den Aufstieg spielen. Steigen wir jetzt auf, würden nächste Saison sechs NRW-Teams in der 2. Liga spielen. Da kann man mit der S-Bahn zu den meisten Spielen fahren. Das wäre natürlich auch aus Kostengründen eine gute Sache", weiß Czarnotta.

"Das alles ist noch Zukunftsmusik für die Chargers. Jetzt kommt erst einmal das Rückspiel. Nur wer danach besser dasteht, zieht in die 2. Bundesliga ein. Das wird noch eine ganz enge Kiste, bei der wir am Ende die Nase vorn haben wollen", gibt Stephan Bandke die Marschrichtung aus. Während für den Manager der Red Cocks im Relegationsspiel am Sonnabend noch alles offen ist, steht mit den Mönchengladbach Mavericks bereits ein Aufsteiger fest. Sie setzten sich gegen Hamburg durch, auch weil sie sich enorm verstärkt haben.

Sicher ist, dass die Entscheidungspartie am Sonnabend von einem der besten Schiedsrichter Deutschlands geleitet wird. "Mit Henning Rieske leitet ein Mann die Partie, der in allen Ligen Deutschlands hohes Ansehen genießt und mit Sicherheit für eine objektive Betrachtung des Spiel sorgen wird, ohne dabei mit der Brille einer Region zu schauen, wie es bei Spielen außerhalb von Berlin und Brandenburg manchmal der Fall ist", weiß der Hähne-Manager und hofft, dass die treue Frankfurter Fangemeinde ihrem Team zum Saisonabschluss-Knaller wieder lautstark den Rücken stärken wird.

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